Führerschein Klasse B

Der Führerschein Klasse B ist der klassische Führerschein, wenn es darum geht, als angehender Erwachsener einen PKW fahren zu dürfen. Wie bei allen anderen Führerscheintypen auch, so muss für das Erlangen des Scheins ein ausführlicher Lehrgang in einer niedergelassenen Fahrschule besucht und zum Schluss eine entsprechende Prüfung abgelegt werden.

Durfte man bis vor wenigen Jahren erst mit 18 Jahren einen PKW steuern, so gibt es mittlerweile auch den Führerschein mit 17. Da dürfen bereits 17-jährige, im Beisein eines Erwachsenen (der selber einen gültigen Führerschein besitzt), einen PKW fahren dürfen.

Vorraussetzungen Führerschein Klasse B

Um den Führerschein Klasse B erhalten zu können muss man sich zunächst in einer passenden Fahrschule anmelden. Natürlich gibt es bestimmte Vorraussetzungen um einen Führerschein Klasse B zu bekommen.

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Erste-Hilfe-Kurs absolviert
  • Sehtest bestanden
  • biometrisches Passfoto für die Ausstellung

An das Auto sind auch bestimmte Anforderungen geknüpft, damit man es fahren darf.

  • Kraftwagen mit zugelassenem Gesamtgeweicht von maximal 3,5 t
  • nicht mehr als 8 Sitzplätze
  • Anhänger ist erlaubt, dieser darf ein Gesamtgewicht von 750 kg nicht überschreiten, es sei denn die
  • Kombination aus Anhänger und Kraftwagen überschreitet nicht das Gesamtgewicht vom 3,5 t

Führerschein Klasse B

Theoretische Ausbildung Führerschein Klasse B

Die Fahrausbildung gliedert sich anschließend in einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie werden die grundlegenden Regeln des Straßenverkehr besprochen, anhand von Filmen vertieft erläutert und gemeinsame Gespräche über die einzelnen Themen sollen das Wissen vertiefen. Wichtig ist, dass der Fahrschüler zunächst alle theoretischen Stunden in der Fahrschule absolviert hat, um dann sein Wissen auf der Straße umsetzen zu können. Entsprechende Lernbücher und auch Fragebögen können dabei helfen, das erlernte Wissen zu überprüfen.

Anzahl der Pflichtsunden:

  • 12 Doppelstunden á 45 Minuten Grundstoff
  • 2 Doppelstunden á 45 Minuten Zusatzstoff

Praktische Ausbildung Führerschein Klasse B

Sobald alle themenorientierten Stunden vom Fahrschüler besucht wurden kann er sich für die praktischen Fahrstunden anmelden. Zunächst wird ihm der PKW und seine Funktionen im Detail vorgestellt und die ersten Fahrübungen werden auf abgelegenen Straßen und Wegen ausgeführt.

Um jedoch schnell ein Gefühl für den alltäglichen Verkehr zu bekommen, wird der Fahrlehrer mit seinem Schüler zeitnah auch Stellen mit hohem Verkehrsaufkommen aufsuchen. Grundsätzlich sitzt der Fahrlehrer bei der Fahrstunde „nur“ neben dem Fahrschüler und überwacht die Fahrt – kommt es zu gravierenden Verstößen oder gefährlichem Fahrverhalten greift er direkt ein.

Nicht nur bei dem theoretischem Unterricht, sondern auch bei den praktischen Fahrstunden gibt es ganz genaue Vorgaben, die von der Fahrschule einzuhalten sind. So muss ein Fahrschüler, der den Führerschein Klasse B macht auch gesonderte Nachtfahrten, Autobahnfahrten und Überlandfahrten absolvieren, um jegliche Situationen kennenzulernen.

Anzahl der Pflichtstunden (Sonderfahrten):

  • 5 Stunden á 45 Minuten Überlandfahrt
  • 4 Stunden á 45 Minuten Autobahnfahrt
  • 3 Stunden á 45 Minuten Nachtfahrt

Dazu kommen noch die Übungsfahrten, die Anzahl ist aber Abhängig von den Fähigkeiten des Fahrschülers, im Schnitt kann man mit etwa 30 Fahrstunden rechnen, inkl. Sonderfahrten.

Die Fahrausbildung wird im Anschluss mit einer theoretischen und einer praktischen Prüfung beendet und bei erfolgreichem Bestehen wird dem Fahrschüler am Ende der eigene Führerschein ausgehändigt. Außerdem hat er mit diesem Führerschein automatisch die Erlaubnis, auch Moped bzw. Roller und auch kleine Traktoren zu bedienen. Zudem liegt keinerlei Befristung für die Besitzdauer vor.

Kosten Führerschein Klasse B

Die genauen Kosten, für den Klassiker unter den Führerscheinen, kann man nicht sagen, da diese von Region zu Region bzw. Stadt schwanken. Man kann aber zwischen 1400 € und 1900 € rechnen. Die Kosten sind natürlich nicht nur von der Stadt abhängig, sondern auch von den Fähigkeiten des eigenen Könnens.

Zu den Kosten zählen:

  • Anmeldegebühr Fahrschule
  • Übungsfahrten
  • Sonderfahrten
  • Lernmaterial
  • Sehtest
  • Erst-Hilfe-Kurs
  • Gebühr zur Vorstellung der theoretischen Prüfung
  • Gebühr zur Vorstellung der praktischen Prüfung
  • TÜV-Gebühr theoretische Prüfung
  • TÜV-Gebühr praktische Prüfung
  • Ausstellungsgebühr für den Führerschein

Fazit

Der Führerschein Klasse B ist wohl für Jedermann der erste große Schritt in die persönliche Selbständigkeit. Zusätzlich kann man diese Form des Führerscheins als Basis für weitere Führerscheinklassen nutzen und somit die jeweilige Fahrschulzeit verkürzen. Der Führerschein Klasse B wird wie alle anderen abgeschlossenen Führerscheinklassen auf einer EC-Karten großen Karte vermerkt, die immer griffbereit vorliegen sollte.

Bildquelle:
Bild oben: © panthermedia.net / Arne Trautmann

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