Busführerschein

Busfuehrerschein | © panthermedia.net / Maria WachalaBusfuehrerschein | © panthermedia.net / Maria Wachala


Immer häufiger wird heutzutage der Busführerschein erworben. Früher war das schwieriger, denn da brauchten Sie den LKW-Führerschein als Grundlage, um die D-Klasse bzw. den Personenbeförderungsschein zu erlangen. Heute ist es einfacher, aber trotzdem gibt es noch einige Vorraussetzungen die man erfüllen muss. Zudem gibt es auch gewisse Stundenregelungen für den praktischen und theoretischen Unterricht.

Die einzelnen Busführerscheinklassen

  • Klasse D1: für kleine Omnibusse, die maximal 16 Personen befördern dürfen und maximal 8 Meter lang sind. Anhänger dürfen nicht mehr als 750 kg Gesamtmasse vorweisen
  • Klasse D1E: für kleine Omnibusse mit Anhänger, die maximal 16 Personen befördern dürfen und maximal 8 Meter lang sind. Gesamtmasse darf nicht über 12 t liegen (Omnibus & Anhänger)
  • Klasse D: der „richtige“ Busführerschein. Für Omnibusse mit mehr als 16 Personen. Anhänger dürfen nicht mehr als 750 kg Gesamtmasse vorweisen
  • Klasse DE: für Omnibusse mit Anhänger, mit mehr als 16 Personen und Anhänger mit mehr als 750 kg Gesamtmasse

Vorraussetzungen für den Busführerschein

Bevor Sie mit dem Führerschein anfangen können, sollten Sie erst einmal zum Arzt gehen und sich auf Eignung testen lassen. Es gehören verschiedene Untersuchungen dazu, die Sie positiv abschneiden müssen. Dazu zählt ein Besuch beim Augen- und Allgemeinarzt. Dort werden folgenden Untersuchungen durchgeführt:

  • Sehtest
  • körperliche Verfassung und Belastbarkeit
  • Untersuchung zum Ausschluss von Erkrankungen

Die dort ausgestellten Schreiben müssen bei der Fahrschule abgegeben werden. Weitere Vorbrausetzungen die man erfüllen muss sind:

  • Besitz des Führerschein Klasse B
  • Mind. 21 Jahre alt
  • Erste-Hilfe-Kurs absolviert

Für die Ausstellung des Führerscheins benötigt man auch einen biometrisches Passfoto.

Praktischer Unterricht beim Busführerschein

Zum Erwerb des Führerscheins für die Klassen D1, D1E, D und DE gibt es bestimmte Stundenregelungen, die Abhängig ist von der aktuell besitzenden Klasse des Führerscheins und der Dauer. In der folgenden Tabelle sieht man die einzelnen Stundenregelungen:

Im Besitz von KlasseIm Besitz seitzu erwerbende KlasseGrundausbildungÜberlandfahrtAutobahnfahrtNachtfahrt
CÜber 2 JahreD7843
D16422
CBis 2 JahreD141686
D18844
B/C1Über 2 JahreD331285
D116844
B/C1Bis 2 JahreD4522148
D14119127
D1D20555
DDE4311
D1D1E4311

Viele Fahrschulen in Deutschland haben einen Reisebus als Fahrschulbus zur Verfügung gestellt. Sollte man später im Linienverkehr arbeiten, so muss man sich die Erfahrung mit dem Gelenkbus selbst aneignen. Zu Beginn ist es vielleicht schwierig, solche riesigen Busse durch die Gegend zu fahren. Das Wichtigste ist der Blick in den Rückspiegel. Vor allem in Kurven müssen Sie sich absichern, dass das Fahrzeug nicht den Bordstein berührt oder entlang schleift.

Bis letztes Jahr (2013) musste jeder Fahrer seinen Busführerschein auf einem Bus mit Schaltgetriebe absolvieren. Seit Anfang des Jahres (2014) ist dies jedoch nicht mehr nötig, denn immer mehr Fahrzeuge verfügen über ein Automatiksystem.

Theoretischer Unterricht beim Busführerschein

Auch bei dem Theorie Unterricht gibt es bestimmte Stundenregelungen die wieder Abhängig ist von der aktuell besitzenden Klasse des Führerscheins. In der folgenden Tabelle sieht man die einzelnen Stundenregelungen:

Im Besitz von Klassezu erwerbende KlasseAnzahl Doppelstunden
BD110
C1D14
CD14
BD18
CD8
C1D12
D1D8

Für die Führerscheine der Klasse D1E und DE, also die mit Anhänger, sind keine weitere Stunden notwendig, dort findet auch keine theoretische Prüfung statt.

Die Theorie ist allgemein, genauso wie beim PKW-Führerschein. Sie müssen natürlich über einen PKW der Klasse B verfügen und die Straßenverkehrsordnung beherrschen, doch es gehören auch einige andere Punkte zum Grundstoff. So finden Sie Vorfahrtsregeln genauso im Unterricht, wie Unfallverhütung oder das Auftreten eines Busfahrers für sein Unternehmen. Man muss gepflegt sein, darf keinen Alkohol zu sich nehmen und auch die körperliche Vitalität sollte nicht eingeschränkt sein. Natürlich gehört auch ausgewogene Ernährung dazu.

Solche Themen behandeln Sie im Theorieunterricht, natürlich neben den Lenk- und Ruhezeiten und rechtlichen Dingen. Da gibt es entweder die 1/6 Regelung, die meist im Liniendienst angewandt wird oder die normalen Lenk- und Ruhezeiten im Reiseverkehr. Man darf 4,5 Stunden lenken, braucht dann jedoch eine Ruhepause von 45 Minuten. Zweimal pro Woche darf man 10 Stunden lenken, die anderen Tage maximal 9. All das bekommen Sie im Theorieunterricht anhand von Folien und Übungen erklärt.

Doch die Theorie ist noch nicht alles, was Sie bei der Busausbildung für den Führerschein lernen. Jeder angehende Busfahrer braucht 5 Wochen Zusatzunterricht und muss im Anschluss daran eine IHK Prüfung ablegen. Erst wenn man diese besteht, darf beruflich Bus gefahren werden. In diesem 5-wöchigen Unterricht findet der Auszubildende auch die wichtigen 5 Module wieder, die ebenfalls alle 5 Jahre wiederholt werden müssen, um seinen Führerschein verlängern zu können.

Bei den Modulen geht es ebenfalls um Unternehmensstrukturen, Lenk- und Ruhezeiten, sowie Bustechnik und andere wichtige Dinge, die Sie wissen müssen, um in dem Berufszweig arbeiten zu dürfen.

Fazit

Als Busfahrer hat man gegenüber den Fahrgästen sehr viel Verantwortung. Deswegen muss die Ausbildung sehr ernst genommen werden. Es werden sehr viele wichtige und interessante Dinge bei dem Busführerschein gelernt, die im späteren Berufsleben ebenfalls zum Einsatz gebracht werden können.

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